Kochbuch zur FODMAP-armen Diät von Verband der Diätologen (Mit diesem Link können Sie das Buch direkt bei Amazon bestellen)
 Verlag: Trauner Verlag (4. April 2017)
 Sprache: Deutsch
 ISBN-10: 3990338714
 ISBN-13: 978-3990338711
 Preis: 29,90€

Die Diagnose „Reizdarm“ ist gestellt, aber wie geht es im Alltag weiter? Welche Gerichte und mit welchen Zutaten kann ich kochen? Muss ich für den Reizdarmpatienten extra kochen?
Im Internet findet man inzwischen viel Theorie über Reizdarm und FODMAP. Was etwas zu kurz kommt, sind praktikable Rezepte und Mahlzeiten für den Alltag, die sowohl Patienten, aber auch den Angehörigen schmecken.

Dieses Buch schließt die Lücke hervorragend, die Rezepte sind alltagstauglich, für die ganze Familie und auf dem neuesten Stand (April 2017). Es empfiehlt sich aber, auf neue Erkenntnisse zu FODMAP zu achten und gegebenenfalls auf indizierte Nahrungsmittel zu verzichten oder diese zu reduzieren.

Der Zusatz im Untertitel „zur FODMAP-armen Diät“ bezieht sich auf den Ausschluss von Nahrungsmitteln, die Darmbeschwerden bei Menschen mit Reizdarmsyndrom auslösen können. Das Autorenteam empfiehlt im Vorwort des Kochbuches besonders für die erste Zeit nach der Diagnose. Da ist man besonders unsicher, wie schmackhafte und verträgliche Mahlzeiten zubereitet werden können. Die Rezepte im Buch eignen sich hervorragend für den Alltag, für die ganze Familie, auch nach der ersten Phase.

Der erste Teil enthält ein Inhaltsverzeichnis der Rezepte, eine kurze, allgemeine Einführung und eine Übersicht von Lebensmitteln für die erste Phase. Die  Tabellen mit niedrigem, moderaten und hohem FODMAP-Gehalt sind sehr hilfreich. Praktische Tipps runden die Einführung ab, bevor die Autoren im zweiten Teil zu den Rezepten kommen. Schon beim ersten Blättern fallen die schönen Farbfotos auf, die Lust aufs Kochen machen.

Das Kochbuch ist durch die Ringbindung sehr praxisnah. Die Seiten lassen sich gut umschlagen, sind beschichtet und Spritzer lassen sich gut entfernen, wenn es beim Kochen mal hoch hergeht. Das Buch ist sehr übersichtlich und praktisch aufgebaut. Mir persönlich gefallen sehr die seitlichen Reiter mit den farbigen Piktogrammen. Damit gelange ich schnell zu den einzelnen Kapiteln. Die Rezepte sind für jeweils 4 Personen berechnet und jedes Rezept enthält praktischerweise auch die Nährwertangaben.

Möglicherweise rätseln deutsche Leser über manchen Lebensmitteln. Die Autoren sind Österreicher und verwenden deshalb auch die österreichischen Begriffe, wie Germ für Hefe, Karfiol für Blumenkohl, Topfen für Quark oder Obers für Schlagsahne. Die Übersetzung hat man aber schnell „drauf“, so viele unterschiedliche Bezeichnungen gibt es auch wieder nicht.

Mein Fazit:
Ein sehr empfehlenswertes, schön gestaltetes Kochbuch mit leckeren Rezepten, nicht nur für die Patienten, sondern für die ganze Familie. Die Gerichte sind sehr ansprechend fotografiert. Bei dem Preis des Buches hätte ich mir allerdings für jedes Gericht ein Foto gewünscht, nach dem Motto „das Auge isst mit“.

 

 

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